Genehmigungsarten für Schwertransporte, Großraumtransporte und Sondertransporte in Italien

In Italien wird als  Schwertransport,Großraumtransport oder Sondertransport bezeichnet, wenn  Kraftfahrzeuge samt  Ladung  folgende Maße und Gewichte Vorgaben gemäß Artt. 61 und 62 der Italienischen Straßenverkehrsordnung (Codice della Strada = CDS) überschreiten und folglich einer gesonderten Genehmigung bedürfen. Je nach Maßen, greifen auch verschiedene Genehmigungsarten.

  • Länge über 16,50 m Sattelzugmaschine und Sattelauflieger (Sattelkraftfahrzeug)
  • Länge über 18,75 m LKW und Anhänger (Kraftwagenzug)
  • Breite über 2,55 m
  • Höhe über 4,00 m
  • Gesamtgewicht über 44,00 Tonnen für Fahrzeugkombinationen mit 5 Achsen und mehr

Folgende Genehmigungen für Schwertransporte und Sondertransporte können in Italien beantragt werden:

Genehmigungsarten:

  • Einzelgenehmigungen

Die Einzelgenehmigung gilt ausschließlich für eine einzelne Fahrt in eine Fahrtrichtung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes.
Gültigkeit: 3 Monate.

 

  • Mehrfachgenehmigungen

Mehrfachgenehmigungen gelten für eine bestimmte Anzahl von Fahrten innerhalb eines gewissen Zeitraumes. Sie werden nur gewährt, sofern die Art, das Ausmaß und das Gewicht der transportierten Fracht, sowie der vorab festgelegte Transportweg stets dieselben sind.
Gültigkeit: 6 Monate.
 

  • Periodische Genehmigungen (Dauergenehmigungen)

Periodische Genehmigungen gelten für eine unbegrenzte Anzahl von Fahrten in einem festgelegten Zeitraum. Sie können für alle Fahrzeuge und Sondertransporte ausgestellt werden, sofern die Angaben im Zulassungsschein es erlauben.
Gültigkeit: 12 Monate.

Arten von periodischen Genehmigungen / Dauergenehmigungen in Italien:

  • M: 20,00 x 3,00 x 4,30 | Gewicht:  44,00 Tonnen
  • M: 25,00 x 2,55 x 4,30 | Gewicht:  44,00 Tonnen
  • M: 20,00 x 3,00 x 4,30 | Gewicht:  56,00 Tonnen - nur für Baumaschinen / Coils u.ä. 
  • M: 20,00 x 3,00 x 4,30 | Gewicht:  72,00 Tonnen - nur für Baumaschinen / Coils u.ä. 
  • M: 20,00 x 3,00 x 4,30 | Gewicht:  108,00 Tonnen - nur für Baumaschinen / Coils u.ä.

Codice della Strada / Italienische Straßenverkehrsordnung (StVO)

Bussgelder bei Verstößen

 

CODICE DELLA STRADA (CDS) – 30.April 1992 Nr.285

IST DIE BEZEICHNUNG FÜR DIE ITALIENISCHE STRASSENVERKEHRSORDNUNG (StVO).

 

Damit wird geregelt welche Vorschriften, im Straßenverkehr von den Verkehrsteilnehmern beachtet werden müssen und welche Strafen bzw. Bußgelder bei Verstößen vorgesehen sind.

Neben den Bußgeldern können auch Fahrverbote mit Stilllegung des KFZs verhängt werden.
Es ist zu beachten, dass in Italien für einen Verkehrsverstoß nicht nur der Fahrer, sondern auch der Fahrzeug Eigentümer haftet.

 

Bei Massnahmen der Italienischen Verkehrspolizei steht Ihnen das TEAM von Metrans Genehmigungsservice beiseite.

Sollten in Rahmen einer Polizeilichen Kontrolle irgendwelche Probleme mit der Ausnahme-Genehmigung oder nicht Beachtung der vorgeschriebenen Auflagen, mit möglichen Bussgeldern oder Verwaltungsstrafen auftreten, so steht Ihnen der Genehmigungsservice von Metrans jederzeit gerne zur Verfügung um für eine Schadens Beschränkung Hilfe zu leisten.
Metrans wird zugleich Ihre Fahrer per Handy an Ort und Stelle über die eventuell Verhängten Bussgelder oder Verwaltungsstrafen (Führerschein Entzug bzw. Stilllegung des KFZs) aufzuklären und mit den Polizeibeamten die weiteren vorgesehenen Schritte wie z.B. die Bezahlung der Bussgelder usw. abzustimmen.

Das Metrans Genehmigungsservice TEAM übernimmt auch gerne den Auftrag zur Kontaktaufnahme mit den zuständigen Behörden um die Rückgabe des Führerscheins und die Freistellung des LKWs nach Ablauf der verhängten fristen, zu erreichen und erledigen.

 

VORSICHT IST BESSER ALS NACHSICHT!

 Die folgenden Ausführungen über den „CODICE DELLA STRADA“ (CDS) beschränken sich hier, auf die Gesetzlichen Vorschriften und Regelung über die Trasporti Eccezionali = Schwerlast-Großraum und Sondertransporte und erheben nicht den Anspruch auf eine juristische Ausarbeitung und sollten viel mehr zur Vorsicht anregen und dazu beitragen um böse Überraschungen bei der Durchführung von Schwer und Großraumtransporten in Italien zu vermeiden.
(Hier nachstehend die Ausführungen ohne Gewähr / Stand April 2020)

CODICE DELLA STRADA

Welche Regeln im Strassenverkehr in Italien eingehalten werden müssen

 

Der „CODICE DELLA STRADA“(CDS)
= decreto legislativo / gesetzliches Dekret 30. April 1992 Nr. 285.

 

Das Gesetz der Straßenverkehrsordnung (CDS), besteht aus 7.Titoli / Teilen und aus 240.Articoli / Artikel und in diesen Artikeln befinden sich verschiedene comma / Absätze.
(Siehe Inhaltsverzeichnis des CDS am Ende dieser Ausführung)

 

Das CDS Gesetz liegt zwar 30 Jahre zurück, wurde aber bis 2020 mehrmals (ca. x110) geändert und ergänzt. Dabei wurden unter anderen die Bußgelder laufend aktualisiert (erhöht).

 

Verstöße gegen die Italienische Straßenverkehrsordnung (CDS), fachspezifisch bezogen auf Schwer und Großraumtransporte können hohe Bußgelder bzw. schwerwiegende Verwaltungsstrafen verursachen.

REGELUNG FÜR TRASPORTI ECCEZIONALI

= Schwerlast-Grossraum und Sondertransporte im Codice della Strada

Der Art.10 des CDS beinhaltet verschiedene Absätze, wobei sich die Absätze 18,19,20,22,23,24 und 25 auf die Bußgelder beziehen, die auf Sondertransporte bei Verstößen gegen die Auflagen der Ausnahme-Genehmigungen verhängt werden können.

Die entstehenden Verstöße kann man auf 3 (drei) Verschärfungs-Stufen betrachten.

 

1.TE VERSCHÄRFUNGS-STUFE LAUT ABSATZ 18 (ARTIKEL10 CDS)

Bußgelder zwischen € 796,00. – € 3.212,00.

 In dieser Verschärfungs-Stufe können die Verstöße wie nachstehend unterteilt werden:


A) Es handelt sich um die Durchführung von Sondertransporten:
Ohne Ausnahme-Genehmigung, weil nie erteilt.

Es wird ebenfalls als fehlen der Ausnahme-Genehmigung betrachtet falls:

- diese verfallen ist oder
- manuelle Änderungen oder Fälschungen vorgenommen wurden
- das Kennzeichen nicht übereinstimmt
- Der Inhaber Namen der Ausnahme-Genehmigung nicht übereinstimmt
- Fehlen des Tages und Uhrzeit des Startbeginnes bei Einzel und Mehrfahrtengenehmigungen.

NB. Der obige Punkt A) bezieht sich auf das Vorhandensein der Ausnahme-Genehmigung oder Gültigkeit.

B) Im Absatz 18 ist die Missachtung auch von nur einer einzelnen der nachstehenden Bedingung strafbar:

- Missachtung der vorgegebenen Strecke
- Missachtung der vergebenen Zeitspanne
- Missachtung der vorgeschriebenen Begleitung
- Missachtung der Höchstwerte bei Abmessungen und Gewicht

 

ACHTUNG: In all diesen Fällen des Absatz 18 ist nicht nur Bußgeld, sondern ZUSÄZLICH auch folgende Verwaltungsstrafen vorgesehen:

- Entzug des Führerscheins des Fahrers von 15 bis 30 Tagen
- Aussetzung der KFZ-Zulassungsbescheinigung
- Stilllegung des LKWs für 1 bis 2 Monaten

 

2.TE VERSCHÄRFUNGS-STUFE LAUT ABSATZ 19 (ARTIKEL10 CDS)

Bußgelder zwischen € 159,00. – € 642,00.

Verstoß gegen nicht essenzielle Vorschriften.
Es handelt sich um weniger gravierende Verstöße wo kein Entzug des Führerscheins und Stilllegung des LKWs folgt.

Man kann nachstehende Fälle auflisten:
- Missachtung über die Beschreibung, der Ladung und Verankerung
- Missachtung der vorgeschriebenen Geschwindigkeiten
- Missachtung der Unterbrechung bei schlechter Tag und Nacht Sicht.
- Missachtung der Vorschrift vom Einsatz von Begleitfahrzeugen.

 

 

3.TE VERSCHÄRFUNGS-STUFE LAUT ABSATZ 20 (ARTIKEL10 CDS)

Bußgelder zwischen € 42,00. – € 172,00.

Fehlendes Vorliegen der Ausnahme-Genehmigung für Sondertransporte.

Es handelt sich um den Fall, dass eine Genehmigung vorhanden ist aber in LKW nicht vorliegt bzw. nicht auffindbar ist.
Die Fahrt kann aber fortgesetzt werden, sobald die Genehmigung vorgewiesen werden kann.
Das Bußgeld ist aber trotzdem zu bezahlen.

BUSSGELDER BEGLEITFAHRZEUGE

Bussgelder für das Personal der Begleitfahrzeuge laut Absatz 25/ter (Artikel 10)

Bußgelder zwischen € 159,00. – € 642,00.

Das befähigte Personal, dass bei einer Fachbegleitung die in der Verordnung festgelegten Vorschriften bzw. Durchführungsmodalitäten nicht beachtet, muss mit einem verwaltungsrechtlichen Bußgeld rechnen.

Begeht dieselbe Person innerhalb von zwei Jahren mindestens einen der Verstöße laut diesem Absatz,
so gilt beim letzten Verstoß, als zusätzliche Verwaltungsstrafe die Aussetzung der
Befähigung für die Dauer von 1 - 3 Monaten.

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